Heute jährt sich die Zerstörung Würzburgs durch alliierten Bombenterror am 16. März 1945 zum 81. Mal. Aus diesem Anlaß organisierte die Revolte Franken am vergangenen Wochenende einen Gedenkmarsch mit anschließender Kundgebung auf dem Würzburger Domvorplatz.
Obwohl die Stadt Würzburg bereits im Vorfeld mit absolut unverhältnismäßigen Auflagen versucht hat, eine öffentlichkeitswirksame Versammlung zu verhindern, konnten wir unser Gedenken nach einer Gerichtsentscheidung im Eilverfahren wie geplant vor dem Dom abhalten. Dennoch gingen die Schikanen auch am Tag der Veranstaltung weiter: So wurden unsere Teilnehmer unverhältnismäßigen Personenkontrollen unterzogen und das Zeigen der schwarz-weiß-roten Fahne trotz vorheriger Anmeldung willkürlich untersagt. Auch die Fahne der Stadt Würzburg verbot man uns zu zeigen, außerdem wurde die Gegendemo direkt vor unserer Versammlungsfläche positioniert, so daß unsere Veranstaltung von Passanten weitgehend abgeschirmt wurde und unsere Redebeiträge selbst von den eigenen Teilnehmern kaum verstanden werden konnten, da sie vom Lärm der Gegenseite übertönt wurden. Zumindest der Aufzug durch die Innenstadt verlief weitgehend reibungslos, und so konnten doch einige Würzburger Bürger unsere Botschaft wahrnehmen.
Der Bombenangriff auf Würzburg 1945 verfolgte, ähnlich wie in anderen Städten, kein militärisches Ziel. Es war ein Kriegsverbrechen gegen Zivilisten. Das offizielle „Gedenken“ der Stadt Würzburg prangert diese Taten nicht an, sondern wird von Vertretern von Stadt und Kirche mißbraucht für Schuldkult-Propaganda. Aus diesem Grund wollten wir mit unserem Trauermarsch den Opfern ein würdiges Gedenken geben, was uns gelungen ist.
Am Abend besuchten einige von uns noch die Gedenkstätte sowie die Massengräber am Würzburger Hauptfriedhof, die an die Bombennacht von Würzburg erinnern, um dort Kerzen aufzustellen.